Tradition

Über 400 Jahre alte Mühle


Unsere Produktionsstätte ist uralt. Ihre wechselvolle Geschichte lässt sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen, genauer gesagt bis zum Jahre 1567. Laut eines Lagerbucheintrages aus diesem Jahr schuldete ein gewisser Lienhard Stehlin, Hofbauer und Vogt, dem Markgrafen von Hachberg eine jährliche Mühlensteuer von einem Malter Roggen, drei Maltern Hafer und einem leider nicht spezifizierten Geldbetrag. In den folgenden 250 Jahren wechselte die Mühle häufig ihren Besitzer.

Seit 1826 im Familienbesitz


1822 ersteigerte der Müller Abraham Kölbin die Mühle und veräußerte sie 1826 an den Müller, Bäcker und Accisor (Steuereinnehmer) Gottlieb Mellert. Und von da an wurde alles anders. Es wurde nicht mehr verkauft, es wurde nur noch vererbt. Von einer Generation zur anderen. Bis zum heutigen Tag. Bis zur sechsten Generation Mellert. Was ist da nur passiert? Waren die Gene jeweils auf Müller- und Bäckermeister programmiert? Wahrscheinlich waren schon damals die Backwaren so gut, dass keine nachfolgende Generation auf sie verzichten wollte. Und so ist die Mellert-Dynastie entstanden.

Tradition bedeutet aber mehr als den bloßen Steigbügelwechsel vom Vater auf den Sohn. Es beinhaltet die Übernahme von bewährten Verfahren und Rezepten, von präziser Arbeit und von Leidenschaft für den Beruf.

Aber Tradition ist natürlich nicht alles. Sie muss Schritt für Schritt der jeweiligen Realität und dem damit einhergehenden technischen Fortschritt angepasst werden. Das Gute soll bewahrt werden und Neues muss integriert werden. So gesehen verstehen wir Tradition nicht als einen für ewige Zeiten gesetzten Standard, sondern als einen dynamischen Entwicklungsprozess. Jeder Mellert hat eine modifizierte Tradition an den jeweiligen Nachfolger weitergereicht. Und das war gut so.

Heute verfügen wir über einen vollautomatischen und computergesteuerten Produktionsablauf. Aber nicht der Computer bestimmt die Geschäftspolitik im Hause Mellert. Das ist nach wie vor unsere Aufgabe. Der Computer ist in Produktion und Verwaltung ein nützliches Werkzeug. Der Output hängt naturgesetzlich vom Input ab. Und Letzteren bestimmen wir. Es ist also nicht entscheidend, was hinten rauskommt, entscheidend ist vielmehr, womit vorne gefüttert wird.

 

 

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